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Trauerbegleitung für Erwachsene

Tauerbegleitung

Trauer als Antwort des Menschen auf Verlust, Abschied und Trennung ist eine spontane und natürliche Reaktion. Sie ist lebensnotwendig, schmerzlich und heilend zugleich.

Besonders der Tod eines nahe stehenden Menschen lässt Hinterbliebene oft in abgrundtiefe Trauer stürzen. Diese Trauer erfasst den ganzen Menschen, sie bricht ins Leben ein und bricht vieles Vertraute ab. Trauernde fühlen sich in ihrer Trauer oft vom Leben abgeschnitten und von ihrer Umgebung unverstanden. Verwandte und Freunde sind häufig unsicher im Umgang mit den Hinterbliebenen. Weil sie den Kummer nicht mit ansehen können, versuchen sie zu trösten, obwohl es erst einmal keinen Trost für den erlittenen Verlust geben kann. 

Trauer kann nicht aufgelöst werden, so wie man etwas Unangenehmes schnell beseitigt. Erst wenn sie in all ihren Höhen und Tiefen durchlebt wird, bietet sie den Betroffenen die heilsame Möglichkeit, neue Lebensperspektiven zu entwickeln. Dazu braucht es Raum und Gelegenheit zum Rückzug und zur Besinnung, aber auch zur Klage und Anklage. Die Geschichte des Verlustes darf immer wieder erzählt werden, bis das Unfassbare erfasst worden ist. Es braucht Menschen, die die berechtigte Verzweiflung und die scheinbar nicht enden wollende Trauer und Tränen aushalten.

Sie brauchen Unterstützung? Sprechen Sie uns an, auch wenn Sie nicht wissen, ob Sie mit Ihrem Anliegen an der richtigen Stelle sind:

Interessante Literatur, Medien und Links zu den Themen Tod, Sterben und Trauer für Erwachsene, Kinder und Jugendliche finden Sie unten auf der Seite als PDF-Download.

Damit Trauernde und ihre Zugehörigen nicht allein bleiben mit ihren Gefühlen des Verlusts und der Hilflosigkeit, gibt es im Hospizverein Bamberg mehrere Angebote für Erwachsene:

 

Trauersprechstunde

Trauersprechstunde

An jedem letzten Mittwoch eines Monats findet eine Trauersprechstunde statt

Dieses kostenlose Angebot richtet sich sowohl an Betroffene, die einen nahe stehenden Menschen verloren haben, als auch an Bezugspersonen wie Freunde, Nachbarn, Erzieherinnen etc., die sich im Umgang mit Trauernden unsicher fühlen und dazu Beratung oder Unterstützung suchen.

In einem Einzelgespräch mit erfahrenen Trauerbegleiter*innen besteht die Möglichkeit, die eigene Situation in Ruhe zu besprechen und dabei neue Orientierung zu finden.

Eine Anmeldung zur Sprechstunde im Hospizbüro ist unbedingt erforderlich.

 

Trauercafé

Trauer-Café

Damit Trauernde nicht allein bleiben mit ihrem Verlust und dem Gefühl der Einsamkeit, laden wir Sie in der Regel an

jedem ersten Montag im Monat von 15 bis 17 Uhr

ins Trauer-Café  in unseren Räumen im Hospiz- und Palliativzentrum Bamberg, Lobenhofferstr. 10a, zu einem Treffen bei Kaffee oder Tee ein.

Das Trauer-Café soll Ihnen die Möglichkeit bieten,

  • miteinander ins Gespräch zu kommen,
  • sich unabhängig von Alter, Religion und Herkunft auszutauschen
  • Trost und Kraft für den Alltag zu finden,
  • zu erfahren, ich bin mit meiner Trauer nicht allein.

Dieses Angebot ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Diese Treffen werden von langjährigen erfahrenen Trauerbegleiter*innen geführt.

Die Termine entnehmen Sie bitte unserem Kalender.

 

Ein aktueller Artikel zum Trauer-Café 08/2024

Artikel Mediengruppe Oberfranken vom 23.05.2024

Lesen Sie hier ein Webecho - Interview mit einer Trauerbegleiterin zum Thema "Trauercafé anders".

 

Trauer Wege Jahreszeitenwandern

Jahreszeitenwandern für Trauernde

Wanderung durch den Bruderwald mit ehrenamtlichen Trauerbegleiterinnen des Hospizvereins. Die Veranstaltung ist für Menschen geeignet, die nahestehende Angehörige verloren haben. 

In der freien Natur zu sein, ist eine ideale Kraftquelle. Beim Gehen die eigene Trauer zu bewegen, ins Gespräch zu kommen und die Natur mit allen Sinnen aufzunehmen, kann heilsam sein.
Regelmäßig zu Beginn jeder neuen Jahreszeit bietet der Hospizverein Bamberg das Jahreszeitenwandern an.

Treffpunkt ist jeweils um 14.00 Uhr an der Bushaltestelle „Am Bruderwald“, nächste Haltestelle nach dem Klinikum Bamberg.

Teilnahme erfolgt eigenverantwortlich, kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht nötig, wettergerechte Kleidung (z. B. festes Schuhwerk, Regenschutz) erforderlich, findet bei jedem Wetter statt, Wanderung dauert 1-2 Stunden (nach Absprache mit den anwesenden Teilnehmer*innen).

Die Termine entnehmen Sie bitte unserem Kalender.

 

In der Trauer nicht allein

Begleitete Trauergruppe „In der Trauer nicht allein“

Der Tod eines nahestehenden Menschen stürzt Hinterbliebene oft in tiefe Trauer. Diese Trauer erfasst den ganzen Menschen, sie bricht ins Leben ein und bricht manches Alte ab. Trauer kann nicht aufgelöst werden, so wie man etwas Unangenehmes schnell beseitigt. Erst wenn sie Raum findet und fließen kann, bietet sie Betroffenen die heilsame Möglichkeit, neue Lebensperspektiven zu entwickeln.

Damit Trauernde nicht allein bleiben mit ihren Gefühlen des Verlustes und der Hilflosigkeit, bietet der Hospizverein Bamberg in der Regel jährlich im Herbst eine begleitete Gruppe an, für Betroffene aller Altersstufen. Eingeladen sind Menschen, die einen nahestehenden Menschen verloren haben. Die Gruppe bietet die Gelegenheit, andere Betroffene kennenzulernen und sich über die oft schwierige Lebenssituation auszutauschen.

Mit Hilfe geleiteter Übungen werden an den Gruppentreffen unterschiedliche Themen des Trauerweges behandelt und Anregungen gegeben zum Umgang mit Alltagsschwierigkeiten oder den angstbesetzten Erinnerungstagen (Weihnachten, Geburts- und Sterbetage o. ä.). Niemand braucht Angst zu haben vor sogenannten "guten Ratschlägen", Vorwürfen oder Ungeduld.

Durch den Austausch in der Gruppe können die Teilnehmer*innen einander beistehen und erfahren: Ich bin mit meiner Trauer nicht allein!

Das Informationsgespräch zur nächsten geplanten Gruppe findet dann statt am Mittwoch, 14. Oktober 2026 um 18:30 Uhr, in der Hospizakademie Bamberg, Lobenhofferstr. 10, 96049 Bamberg.

Hier können sich Interessierte über das Gruppenkonzept und den genauen Ablauf informieren und die Gruppenleitung kennenlernen, so dass im Anschluss jede*r entscheiden kann, ob sie*er an der Gruppe teilnehmen will.