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Vier unter einem Dach

Hospiz- und Palliativzentrum Bamberg

Vier unter einem Dach

Vier Institutionen unter dem Dach des Hospizgedankens: der Hospizverein Bamberg e.V., der als Fundament des Hospiz- und Palliativzentrums alle weiteren Institutionen auf den Weg gebracht hat, die Palliativversorgung der Sozialstiftung Bamberg mit SAPV und Palliativmedizinischem Dienst, die Hospizakademie Bamberg und das Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt Bamberg.
Die vier Einrichtungen arbeiten eng vernetzt zusammen:

Dieses konzentrierte Miteinander von palliativ-medizinischer Versorgung, ambulanter bzw. stationärer ehrenamtlicher Hospizarbeit sowie Bildungsangeboten zu Hospiz-Themen ist in Deutschland einmalig und bietet sehr gute Voraussetzungen für die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

 

Logo des Hospizvereins

Hospizverein Bamberg

Der Hospizverein besteht seit 1990 als gemeinnützige Einrichtung. Seit dieser Zeit werden Interessierte in Kursen mit anschließender Hospitation in der Palliativstation umfassend auf ihren Einsatz vorbereitet. Derzeit sind ca. 80 Ehrenamtliche für den Hospizverein tätig, davon rund 60 in der Sterbebegleitung.

Der Verein beschäftigt seit 2007 eine hauptamtliche, über die Krankenkassen refinanzierte, Koordinatorin. 2010 ist eine zweite Koordinatorin, 2016 ein Koordinator und schließlich 2022 eine dritte Koordinatorin hinzugekommen.

Der Hospizverein sieht sich verantwortlich für die ambulante Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden zu Hause und in Institutionen, als Ergänzung zu den vorhandenen Pflege- und Besuchsdiensten. Die Art der Begleitung richtet sich nach dem Bedarf der Betroffenen. Es werden z.B. auch Nachtdienste geleistet. Oft findet die Begleitung einmal pro Woche für ein paar Stunden statt.

Der Verein bietet außerdem Beratung und Unterstützung der Zugehörigen im Umgang mit Schwerstkranken und Sterbenden, Trauerbegleitung, palliative Beratung sowie Beratung zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht an. 

Schauen Sie dazu den Film "Das kann Hospizarbeit!" vom Deutschen Hospiz- u. Palliativverband.

Über Bamberg hinaus kooperiert der Verein mit weiteren Hospizdiensten.

 

Blick auf die Palliativstation

Palliativstation

Die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen, die Linderung belastender Symptome und die Schaffung von Lebensqualität sind die Hauptaufgaben der Versorgung. Da es manchmal aber nicht möglich ist, im heimischen Umfeld ausreichend versorgt und betreut zu werden, gibt es die Möglichkeit der stationären palliativmedizinischen Behandlung auf der Palliativstation der Sozialstiftung Bamberg.

Oftmals ist es notwendig, Schmerzen, Angstzustände und Unruhegefühle zu lindern, um diese Patienten dann wieder - subjektiv gebessert - ins heimische Umfeld entlassen zu können oder sie in ihren letzten Tagen und Stunden bis zu ihrem Tod professionell und empathisch zu begleiten.

Die Palliativstation in Bamberg verfügt über 12 Einzelzimmer mit Dusche, WC, Telefonanschluss und TV. Außerdem hat jedes Zimmer eine eigene kleine Terrasse, ausgestattet mit Gartenmöbeln und Markise.

Für Angehörige gibt es einen Aufenthaltsraum in wohnzimmerartigem Ambiente. Auch ist es möglich, in der angrenzenden Hospiz-Akademie zu übernachten. Ein "Raum der Stille" bietet Gästen und Besuchern eine Rückzugsmöglichkeit.

 

Jederzeit einsatzbereit

SAPV

Die Spezialisierte Ambulante PalliativVersorgung (SAPV) dient dem Ziel, die Lebensqualität und die Selbstbestimmung schwerstkranker Menschen zu erhalten, zu fördern und zu verbessern und ihnen ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen. Die Leistung kann auch ambulant begleitend in einer stationären Pflegeeinrichtung erbracht werden.

Die Aufgabe des Palliativteams ist es, die Lebensqualität und Selbstbestimmung zu erhalten, zu fördern und, wenn möglich, zu verbessern. Bis zum Tod soll ein menschenwürdiges Leben in vertrauter Umgebung ermöglicht werden. Im Vordergrund steht nicht die Behandlung mit dem Ziel der Heilung, sondern die Linderung der belastenden Symptome unter Erreichung der bestmöglichen Lebensqualität.

 

Palliativmedizinischer Dienst der Sozialstiftung Bamberg

Palliativmedizinischer Dienst

Der Palliativmedizinische Dienst (PMD) berät im Klinikum am Bruderwald und im Klinikum am Michelsberg zu palliativmedizinischen und -pflegerischen Fragen. Je nach Bedarf kann der behandelnde Arzt beispielsweise ein einmaliges Konsil anfordern. Dieses Konsil kann eine Beratung zur Symptomlinderung, eine Bedarfsanalyse für palliative Versorgung oder eine Vernetzung mit anderen palliativ unterstützenden oder versorgenden Strukturen beinhalten. Hierbei achten wir selbstverständlich auf eine vorausschauende Versorgungsplanung. Der behandelnde Arzt kann aber auch eine kontinuierliche Begleitung und Unterstützung während des stationären Aufenthaltes im Krankenhaus anfordern. Dies kann beispielweise im Rahmen einer stationären Strahlen- oder Chemotherapie erfolgen. (Text: Sozialstiftung Bamberg)

 

Skulptur vor der Hospizakademie

Hospiz-Akademie Bamberg

Die Hospiz-Akademie Bamberg ist eine von vier Bildungseinrichtungen in Bayern, die sich auf Hospizthemen spezialisiert hat.

Ihr Ziel ist die Weiterbildung aller in der Betreuung Schwerstkranker und Sterbender tätigen Personen und die Durchführung von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in den Bereichen der Gesundheitsfürsorge und Pflege. Dazu gehören in Zusammenarbeit mit dem Verein im Besonderen auch die Qualifizierung der Hospizmitarbeiter, die Förderung des Hospizgedankens und die Ausbildung in Palliativ Care.

Das Kursangebot ist aufgeteilt in die Bereiche:

  • Hospizarbeit
  • Trauerarbeit
  • Pflege
  • Medizin
  • Spiritualität und Seelsorge
  • sonstige Angebote u.a. zur Gesundheitspflege, Selbstpflege, Sterbekulturen und Salutogene

 

Blick auf das Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt

Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt

Nachdem bei Kindern, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen eine lebensverkürzende Erkrankung diagnostiziert wird, bricht für Familien eine Welt zusammen. Nichts ist mehr, wie es vorher war. Die Betreuung der erkrankten Kinder bringt die Eltern an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit.

Um die Betroffenen in der schweren Zeit zu begleiten und zu unterstützen, braucht es Einrichtungen, wie das neu errichtete Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt in Bamberg. Seit April 2023 können hier Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern und Geschwistern eine Auszeit von ihrem Alltag erleben. Das Kinder- und Jugendhospiz in Bamberg nimmt betroffene Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zur Vollendung des 26. Lebensjahres in der stationären sowie teilstationären Einrichtung auf. Auch ein Aufenthalt zur Sterbe- und Trauerbegleitung mithilfe seelsorgerischer/psychologischer Fachkräfte ist möglich.  

Die Krankenkassen übernehmen bei lebensverkürzenden Erkrankungen pro Jahr die Kosten für mindestens 28 Tage Aufenthalt in einem Kinder- und Jugendhospiz. (Text: Sozialstiftung Bamberg)